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Weihnachtsmaerkte: wie Gluehwein zum Feed-Sport wurde

Die Jagd nach Sammeltassen und dem besten beheizten Stand ist ebenso Social-Ritual wie Winterklassiker geworden.

Von Lina Weber··1 Min. Lesezeit

Wir dachten, wir kennen Weihnachtsmaerkte. Dann haben die sozialen Medien eine Disziplin daraus gemacht: Story vor den Lichterketten, Nahaufnahme der Tasse, Voting fuer den besten Gluehwein. Das Winterritual wurde zu Content, den man genauso sammelt wie geniesst.

Die Tasse, echtes Kultobjekt

Jede Stadt bringt ihre Tasse des Jahres heraus, oft mit Pfand, und manche horten eine komplette Sammlung im Regal. In Luxemburg kann man zwischen den Maerkten der Hauptstadt und denen der Gemeinden in einem Winter leicht mehrere Designs aufreihen. Das Pfand wird fast zur Schatzsuche.

Der Kreuzungspunkt der Sprachen

Was den luxemburgischen Markt so besonders macht, ist der Mix: deutsche Rezepte, franzoesische Akzente, belgische und portugiesische Traditionen treffen an denselben Staenden aufeinander. An einem Dezemberabend hoerst du vier Sprachen in einer Schlange. Hinter den huebschen Fotos ist es der einzige Moment, in dem die ganze Stadt runterfaehrt und sich draussen trifft. Leg das Handy nach der ersten Story weg und geniess den Dampf von der Tasse.

Quellen

  • Décryptage d'un classique d'hiver devenu rituel social et son écho luxembourgeois
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