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Deinfluencing: weniger kaufen ist der neue Hype

Nach Jahren von "kauf das" kommt der Plot-Twist: das Video, das jetzt zündet, lautet "kauf das bloß nicht".

Von Lina Weber··1 Min. Lesezeit

Das Glas voller Nudeln, der minimalistische Schrank, die "bis zum Ende aufbrauchen"-Routine: die Ästhetik der Genügsamkeit hat die Feeds erobert. Man nennt es "Underconsumption Core" oder "Deinfluencing" — zeigen, was man nicht kauft, und es aufbrauchen statt ersetzen.

Warum es so gut ankommt

Weil es eine Erleichterung ist. Nach der Überdosis an Hauls und "5 Must-have-Produkten" ist es fast beruhigend, jemanden sagen zu hören: "Du brauchst nichts davon." Zero Waste verkauft sich nicht mehr als strafende Disziplin, sondern als Rückkehr zur Ruhe — und zum vollen Geldbeutel.

In Luxemburg findet es Anklang (mit einem Haken)

Das Großherzogtum hat bereits seine Repair-Cafés, Unverpackt-Läden, Viertel-Give-Boxes und gemeinnützigen Reparaturwerkstätten: die Online-Bewegung rückt nur sehr reale lokale Praktiken ins Rampenlicht. Die Falle: "weniger kaufen" in eine weitere makellose Ästhetik zu verwandeln, kann zur neuen Konsumaufforderung werden — echte Genügsamkeit heißt gerade, kein neues Ding zu brauchen, um sie zu beweisen.

Quellen

  • Décryptage éditorial des tendances "zéro déchet", "deinfluencing" et "underconsumption core", avec écho luxembourgeois, sans marque ni personne nommée.
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